Fr
28
Mär
2008
1. Landesliga Wettkampf
ATSV feiert Auftaktsieg in die neue Landesligasaison!
"Der Krimi von Kiel"
Kiel. Spannender Auftaktsieg des ATSV am ersten Wettkampftag der Kunstturn Landesliga Schleswig Holstein Hamburg. Erst am letzten Gerät dem Reck konnte ein historischer Sieg im Leistungsstützpunkt in Kiel eingefahren werden. Der ATSV führt somit die Tabelle der Landesliga an.
"So spannend war ein Wettkampf in der Landliga selten!" sprach der Teamchef Dr. Udo Schätzle und gratulierte seiner Mannschaft zum gelungenen Saisonauftakt. In den vergangen Jahren war der Friedrichsorter Turnverein die bestimmende Mannschaft der Landesliga und konnte stets jedes Duell zu seinen Gunsten entscheiden. Nicht so allerdings in diesem Jahr.
In diesem Jahr tritt der ATSV in völlig neuer Formation an. Zu den Turnern Milan Rudel, Dinos Theodosiou und Lars Minartz aus dem vergangen Jahr stieß zum einen Altmeister Thomas Quirbach sowie die Yougstars Sven Herman und Jan-Philip Werner zum Team hinzu. Dies ergibt eine frische Mischung aus erfahrenen Turnern auf der einen Seite und jungen motivierten Turnern, die sich zeigen wollen auf der anderen Seite.
Um einen soliden und sicheren Start in die Landesliga zu legen entschied sich Trainer Edwin Palnau dafür den erfahrenen Thomas Quirbach als ersten Turnen an das Gerät zu lassen. Den Jungen sollte somit schon einmal die aufgezeigt werden wo die Messlatte liegt. Für das von ihm entgegengebrachte Vertrauen bedankte sich der Routinier mit einer soliden Übung (11,00 Punkte) und legte einen guten Grundstein für den Wettkampf. Die weiteren Übungen der Riege um Trainer Edwin Palnau konnten ebenfalls ihre Leistung voll abrufen und mussten am Ende das Gerät knapp verloren geben.
Am Seitpferd zeigten sich die Turner des ATSV ungewohnt unsicher. Vier von fünf Turnern ließen sich von dem störrischen Gaul bezwingen und mussten zeitweise das Gerät unfreiwillig verlassen. Einzig Dinos Theodosiou konnte mit einer souverän sicheren Übung (10,10 Punkte) den Schaden ein wenig begrenzen. Nach zwei von sechs Geräten lag der ATSV schon aussichtslos mit 2,90 Punkten hinter dem starken Team aus Friedrichsort.
Die Turner des ATSV ließen die Köpfe allerdings nicht hängen und fassten sich neuen Mut für das dritte Gerät die Ringe. Diese Einstellung sollte sich bezahlt machen. Durch Übungen, bestückt mit hohen Schwierigkeitsgraden entschied die Mannschaft das Gerät zu ihren Gunsten. Mit diesem Rückwind gingen die Turner zum nächsten Gerät dem Sprung. Plötzlich keimte innerhalb der Mannschaft wieder Hoffnung auf. "Hier geht heute noch etwas!" war in den Gesichtern der Turner zu lesen.
Am Sprung war somit die Devise das Ruder wieder rum zu reißen und in Führung zu gehen. Wie schon in den Jahren zuvor zählt der Sprungtisch zu den heimlichen Stärken der Altonaer Turner. Milan Rudel und Jan-Philip Werner konnten nicht nur die zahlreich mitgereisten Fans mit zwei spektakulären Tsukaharas begeistern, auch das Kampfgericht wusste diese Leistung gebührend zu belohnen. Das Gerät ging allerdings dennoch knapp verloren, da die Turner aus Friedrichsort sich ebenfalls souverän stark präsentierten.
Der Youngstar Sven Herman fasste sich am Barren als erster ein Herz und erturnte, zum Erstaunen aller beteiligten gleich die Tageshöchstwertung (11.90 Punkte) aller ATSVer vorweg. Auch die weiteren Turner kämpften sich durch das anspruchsvolle Gerät dem Barren mussten aber Ende wieder einmal resigniert feststellen, dass sie dort erneut Friedrichsort turnerisch unterlegen waren. Es machte sich nun ein wenig Ratlosigkeit unter den Turnern breit. "Sind die Turner aus Friedrichsort wirklich unbezwingbar?" Turnvater Dr. Udo Schätzle glaubte aber an die Stärke seiner neu formierten Truppe und sprach vor dem letzten Gerät dem Reck allen noch einmal Mut zu.
Der ATSV wollte sich zumindest nicht ganz ohne Glanz aus diesem Wettkampf verabschieden und packte ganz unverdrossen alle seine Höchstschwierigkeiten aus. Endo, Voronin, Adler und Straumann waren nur einige der Elemente auf die die Friedrichsorter so nicht vorbereitet waren. Sie konnten nur zusehen wie ein um den anderen Turner ihr mühsam erarbeiteter Vorsprung dahinfloß. Den Schlußpunkt im Auftaktkrimi setzte Lars Minartz der mit 11,20 Punkten den Wettkampf und das erste Kapitel Landesliga 2008 beendete. Die Turner des ATSV hatten es tatsächlich geschafft am letzten Gerät den Wettkampf für sich zu entscheiden und die Halle als Sieger zu verlassen.
Am 20. April steht der zweite Wettkampf der Saison an und spätestens dann wird sich zeigen, ob die Turner des ATSV nur durch Glück oder aufgrund von neuer turnerischer Stärke gewinnen konnten.

